WELT Kompakt vs Blogger – Umdenken überfällig

WELT Kompakt Scrolledition Blogger

Die WELT Kompakt plant am 1.Juli eine Sonderausgabe herauszubringen, die Scroll Edition. 20 Blogger produzieren gemeinsam mit den Redakteuren von WELT KOMPAKT diese Sonderausgabe. Die Aktion beginnt sich nun zum waschechten Shitstorm zu entwickeln. Was ist da falsch gelaufen und kann sich die Bloggerszene diese Antihaltung noch leisten?

Vorab die Chronologie der Dinge:

Unter WELT Online erscheint ein Artikel zur geplanten Aktion. Sicher, etwas zu klemmig geschrieben. Der Text lässt eher erwarten, dass die Blogger in der Redaktion ein Tages-Praktikum absolvieren. Zudem sind die Kommentare deaktiviert.
http://www.welt.de/welt-kompakt/scroll-edition/article8135859/Scroll-Edition-in-aller-Munde.html
Eine Übersicht der restlichen Artikel zur Scroll Edition:
http://suche.welt.de/woa/result.html?query=Scroll+Edition

Sachar Kriwoj vom Blog Massenpublikum gibt seine Teilnahme bekannt und fordert User auf, sich mit Themen zu beteiligen. In den Kommentaren erste kritische Stimmen.
http://www.massenpublikum.de/blog/?p=1508#idc-container

Deef Pirmasens wettert in seinem Blog über die Aktion. Stein des Anstoßes neben der aus seiner Sicht schlechten Ansprache der Punkt, dass die Blogger kostenlos teilnehmen sollen. Sehr leidenschaftlicher Artikel, in dem er Teile des Massen-Anschreibens der WELT Kompakt veröffentlicht und verschiedene Vertreter von BDZV, BJV und DJV bis ver.di um Statements bittet. Sehr lebendige Diskussion in den Kommentaren.
http://www.gefuehlskonserve.de/das-honorarfrei-experiment-23062010.html

Im Blog F!XMBR wird die Scroll Edition Aktion im Zeitraffer aus der Sicht von Chefredakteur Frank Schmiechen schon mal durchgespielt. Zugegeben, ganz amüsant.
http://www.fixmbr.de/tagebuch-eines-stellvertretenden-chefredakteurs/

Bekennender Teilnehmer der Aktion Robert Basic postet einen Artikel in seinem Blog, beklagt zurecht den schnodderigen Umgang mit dem Angebot der WELT kompakt und stellt die Frage, warum enttäuschte Teilnehmer nicht den Dialog suchen statt gleich im eigenen Blog loszuschimpfen. Am Ende ein kurzes Statement von Chefredakteur Frank Schmiechen.
http://www.robertbasic.de/2010/06/welt-kompakt-scrolling-edition/

Das Team des Modeblogs AMY & PINK sind ebenfalls Teilnehmer der Aktion, und wettern gegen die Kritiker.
http://www.amypink.com/2010/06/the-world-and-its-big-chances/

Die Redaktion des Blogs Czyslansky fragt “Darf man für Springer bloggen? – eine Replik auf die aktuelle Diskussion um die Blogger-Ausgabe der WELTkompakt”
http://www.czyslansky.net/?p=3176

Eine Übersicht der Reaktionen aus Twitter:
http://www.twazzup.com/?q=weltkompakt&l=all

Die Facebook Fanpage der WELT Kompakt ist noch weitgehend “sauber”.
http://www.facebook.com/weltkompakt?ref=ts

 

Auffällig ist, das bisher der Großteil der bekennenden Teilnehmer der Aktion Blogger aus dem professionellen Umfeld sind. Beispielsweise Sachar Kriwoj (Manager Digital Public Affairs bei E-Plus), der allseits bekannte Robert Basic oder die bei vielen als PickiHH bekannte Martina Pickhardt (freie Strategieberaterin). Also Leute, die ihren Blog für Eigen-PR nutzen oder aus dem Digital-Business kommen. Warum? Ich meine dass sie am ehesten bewerten können wie so ein Angebot einer großen Tageszeitung einzuordnen ist!

Während die Schar der “Just4fun”-Blogger es sich nach eigener Ansicht leisten kann, ein solches Angebot derart abzuwatschen. Hier hat die Ansprache schlichtweg versagt. Auch wurde nicht berücksichtigt, das NonPros meist noch einen seriösen Job nebenher haben. Die Teilnahme bedeutet also mindestens einen Tag Urlaub vom Job.

 

Im Detail, die WELT Kompakt hat bei der Vorbereitung der Aktion leider Fehler gemacht:

- Überzeuge die dicken Fische, die Heringe werden folgen!
Sie haben bekannte Blogger zur Teilnahme überzeugt und gehofft, dass die “kleineren” Blogger folgen. Epochaler Fehler, denn in den Schatten eines “Großen” gestellt zu werden erzeugt logischerweise eine Antihaltung. Hinzu kommt, die bekannten Blogger haben sich meist längst ein Business ums bloggen gebaut und profitieren von der Aktion. Während Otto-Normal-Blogger die Aktion höchsten eine Hand voll mehr Leser bringen dürfte.
Besser: Die dicken Fische hätten die Rekrutierung übernehmen sollen. Individuell und auf Augenhöhe.

- Lieber Herr/Frau Mustermann/frau
Die Aufrufe erfolgten per Massenmail. Sicher, bei ca 30 Einladungen gerechtfertigt, die Kerninfos sind gleich. Dennoch keine passende Ansprache für Blogger oder generell Meinungsmacher aus dem Web. Eine Nuance, in der Summe aber entscheided.
Besser: Ein kurzer Absatz zum jeweiligen Blog und warum die Entscheidung auf die Person gefallen ist.

- Die Aktion wurde nicht authentisch und auf Augenhöhe angekündigt.
Die Artikel auf WELT Online sind zu sehr ins klemmige Journalisten-Deutsch gepresst, oft unglücklich formuliert. Blogger beschweren sich über unzureichende Betreuung, etwa Reaktionen auf Fragen via Email. Merke, bei solchen User Involvement Aktionen ist Zerotime-Feedback das A-und-O!
Besser: Festes Betreuungsteam dass für die Betreuung abgestellt wird und genügend Zeit hat, die Blogger zu betüddeln.

- Die Blogger sollen kostenlos Content beisteuern.
Der aus meiner Sicht größte Fehler. Das Thema Bezahlcontent der Verlage im Web und deren gesamte Haltung zu dem Thema “Umsonst-Web” gehört zu den am heißesten diskutierten Themen im Beef zwischen Bloggern und Printmedien. Dass nun gerade Online-Schreiberling kostenlos Inhalte für eine kostenpflichtige Ausgabe der WELT Kompakt liefern sollen ist mit Sicherheit für Viele das größte Ärgernis. Immerhin, es gibt einen Linienflug hin und zurück nach Berlin, Aufenthalt im Vier Sterne Hotel und ein gemeinsames Abendessen für die Teilnehmer
Besser: Eine erfolgsbasierte Beteiligung an den Einnahmen der Ausgabe! Erhöht auch die Motivation der Teilnehmer, etwas geiles abzuliefern.

Update: Mittlerweile soll es dann doch eine Gage für die teilnehmenden Blogger geben.

 

Trotz der Fehler, die Arroganz die in einigen Artikeln und Kommentaren über die Aktion mitschwimmt ist nicht auszuhalten. Die ausgestreckte Hand wird mit einer schallenden Ohrfeige beantwortet, statt sich konstruktiv zu äußern und zu sagen “Gute Aktion aber Leute so geht es nicht…”.

Man kommt sich langsam vor wie im Kindergarten. Dürfen uns Printmedien einladen um an einem Produkt mitzuarbeiten, dass ungefähr 1000 mal mehr Reichweite hat als mein eigener Blog? Dürfen wir es den verhassten Journalisten erlauben, unsere so heiligen Mauern der digitalen Boheme zu untergraben? Sorry, für mich einfach nur ermüdend!

An die Teilnehmer, nutzt die Chance die Euch geboten wird und vertretet die Klowände des Internets würdig! Gebt dem Projekt Eure Handschrift, macht es besser! Sollten Euch DANN Steine in den Weg gelegt werden stellt Euch auf den Tisch!

Meine Meinung, auf Deutsch gesagt…

 

Disclaimer: Ich habe kein Angebot erhalten als Blogger dabei zu sein, habe von der Aktion jedoch Anfang des Jahres in einem Gespräch erfahren. Ich habe bereits bezahlte Aufträge für die WELT Kompakt erledigt, etwa die Twitter Tortenschlacht. Die Zusammenarbeit war übrigens extremst stressfrei.

26 Comments on “WELT Kompakt vs Blogger – Umdenken überfällig

  1. kurze Ergänzungen:
    - “Einen Tag verlieren”: Ich schreib den Artikel von zu Hause, muss nicht nach Berlin fahren, wozu auch
    - “Ansprache”: Wurde easy und persönlich von Frank Schmiechen auf Facebook angesprochen
    - “Honorar”: Wurde wohl mit Reisekosten vermischt, scheint es ja jetzt zu geben, spielt in meinem Gespräch kein Thema, aber bei Nachfrage hätte man sich sicher einigen können

    Alles lief ganz entspannt, geht also auch.

  2. Ach Robert, du bist an dem Tag gar nicht in Berlin? Schade, ich hätte gedacht wir lernen uns mal kennen.

    Zum Artikel: Schöne Auflistung und ich finde es wirklich traurig, dass in Deutschland standardmäßig erst einmal eine Antihaltung aufgebaut wird, anstatt die Sache positiv zu sehen und kritische Punkte zu durchleuchten.

    Aber das liegt wohl einfach daran, dass Shitstürme für die daran teilnehmenden Blogger einen höheren Traffic sowie Zufriedenheitswert generieren, anstatt einfach mal etwas gut zu finden. Schade.

  3. @Robert, einen Beitrag von zuhaus beizusteuern fände ich langweilig. Glaube die Gelegenheit mal Redaktionsluft zu schnuppern und im direkten Austausch mit den Springerlingen zu stehen macht den Reiz aus.

    Zu der Ansprache, beziehe mich auf die Artikel auf WELT Online, da hatte leider Jemand gewaltig den Stock im Mors :-/ Haste nen Link zu dem Facebook-Aufruf?

    Dass es andere Benefits gibt als ein Honorar ist super, leider wird von vielen die Aussage “es gibt kein Geld” auf die Goldwaage gelegt.

  4. @Marcel, nope, bin anderweitig in eigener Sache unterwegs an dem Tag

    @Sven, auf Facebook lief das ganz einfach via persönlicher Mail ;) Redaktionsluft ist sicher ganz witzig, wenn man das nicht kennt, kann ich mir gut vorstellen. Letztlich finde ich den Output wichtiger.

  5. Offengestanden verstehe ich die ganze Aufregung nicht so recht. Viel Lärm um nichts. Ähnlich wie Marcel stört mich, daß man (=zu viele) immer alles gleich so problematisieren und negativ sehen. Meine Güte: Die Aktion ist eine charmante Idee mit Potential. Ja, sicher hätte man alles noch viel, viel besser machen können. Luft nach oben gibt es immer. Aber dann gleich das Kind mit dem Bade ausschütten? Ich jedenfalls freue mich auf die Ausgabe am 1. Juli und bin gespannt, was die Redaktion-für-einen-Tag da vollbringt.

  6. Weder hasse ich Journalisten, noch glaube ich an irgendetwas Heiliges an der digitalen Boheme. Zu einigen Journalisten pflege ich im Übrigen einen recht guten und freundschaftlichen Kontakt. Und hier beginnt die Krux mit der Idee sich ein Honorar sparen zu können. Die Verlage setzen gerade freie Journalisten immer stärker unter Druck. Mit Totalbuyout-Verträgen versucht man möglichst viele Rechte einzuheimsen, so dass ein Konflikt zwischen Urheber und Verwerter geschürt wird.

    Währenddessen gibt es Stellenstreichungen bei den festangestellten Journalisten, die dann mitunter PR betreiben. PR senkt wiederum Kosten in den Redaktionen, da die Texte professionell aufbereitet wurden und von Zeit zu Zeit vorlagengetreu übernommen werden. Auch wenn Verlage sich hier und da auf Pressefreiheit berufen – eine gewisses Systemrelevanz proklamieren – so sind sie im Grund Wirtschaftsunternehmen die nach Gewinn streben. Nun halte ich Gewinnstreben für nichts verwerfliches, doch spielen sich Verlage zu Gralshütern des Journalismus auf, was ich für bigott halte.

    Wenn man dann auch noch die Debatte ums Leistungsschutzrecht verfolgt, muss man sich tatsächlich fragen, ob sie ihren eigenen Ansprüchen überhaupt gerecht werden.

    http://www.presseschauer.de/?p=1187

  7. @Daniel, sicherlich hast Du recht, Du hijackst aber damit das Thema. Es geht hier nicht darum wie die Verlage mit Ihren Redakteuren umgeht sondern in erster Linie um einen fairen Umgang zwischen den Erzfeinden Blogger und Journalisten. Sehe ich so.

  8. ich bin auch überrascht, wie sehr sich einige über diese sache mit dem honorar aufregen. also toll, es gibt jetzt eines. aber ich war schon von der idee angetan, mich mal einen tag in echt mit axel springers rumzuschlagen.

    das will ich wissen, wie das ist.

    und ich finde auch, habe ich schon an anderer stelle geschrieben, es ist schon sehr nett, dass man eingeflogen wird und das jeder sein hübsches zimmerchen in einer viersterne unterkunft bekommt und es gibt wohl angeblich am abend eine party.

    über großartigen verdienstausfall jammern kann ich da net so verstehen. wenn man, rein rechnerisch, einen tagesjob in berlin hätte, würde der gänge tagesatz nicht mal die anreise und übernachtung decken.

    natürlich habe auch ich ganze zwei tage überlegt, ob ich da mitmache. es ist schließlich immer noch der asv. aber ich habe für mich beschlossen: ich find das raus.

    wenn es eine totale katastrophe wird, kann ich das hinterher im blog ausgaloppieren wie ich lustig bin. aber vorher warte ich einfach mal ab.

    natürlich frage ich mich, ob die bei mir zum beispiel nicht wissen, das ich neben dem bloggen sowieso als autorin arbeite und auch noch pr und marketing mache. aber egal, ich mach dennoch mit. für mich ist zwar ein tag im print nix neues, aber hey, wann lässt man mich denn sonst mal einen ganzen tag im axel springer haus rumtoben?

    never ever!

    und wie ich schon an anderer stelle sagte: von meinem honorar kauf ich mir ein paar schuhe. wenn es schlecht läuft kann ich mir dann immer beschämt auf die füße starren und sagen: sponsored by axel springer.

    ach ja, am absurdesten finde ich allerdings die auch noch mitschwingende “wer ist nun ein wichtiger blogger und wer nicht debatte”. da alle den gleichen brief bekommen haben, ist da ja wohl schwer zu differenzieren. dieses a, b oder c blogger gedönse fand ich schon vor jahren total albern.

  9. Guten Tag!

    Was mich an der Blogger vs. Journalisten-Debatte stört, ist, dass sie Blödsinn ist.

    Journalist, Blogger, Bürgerjournalist – sind nur drei Worte, die alle auf Artikel 5 Grundgesetz über die Meinungsfreiheit zurückgehen.

    Jeder Mensch hat in Deutschland das Recht, seine Meinung frei zu äußern.

    Journalisten machen das professionell, das heißt, sie versuchen zumindest damit Geld zu verdienen. Immer mehr Blogger machen das auch und wenn Bürger journalistisch tätig werden, wird sich irgendwann auch die Frage von Aufwand und Entlohnung stellen.

    Frank Schmiechen ist ein cooler Typ und ein absoluter Profi. Jeder Blogger, der die Chance hat, einen Tag mit ihm zu arbeiten, kann getrost auf Honorar verzichten – wenn er oder sie clever ist, guckt er sich bei Schmiechen was ab.

    Das Gelernte wird jedes blog bereichern. Wenn es schon um einen “Kampf” gehen soll, bietet sich hier eine wunderbare Chance, den “Gegner” zu studieren.

    Alles Gejaule außenrum ist lächerlich.

    Und was die Debatte angeht, “wer ist wichtig und wer nicht?”, kann man das ganz einfach beantworten: Der Erfolg trennt die Spreu vom Weizen.

    Blogger, deren Angebot keiner liest, sind nicht erfolgreich und nicht wichtig. Blogger, die viel gelesen werden, sind nicht unbedingt wichtig, aber wahrscheinlich erfolgreich – zumindest, was die Aufmerksamkeit angeht.

    Unterm Strich, damit bin ich wieder bei den Honoraren, zählt, was übrig bleibt.

    Blogger, die Liebhaberei betreiben und kein Geld verdienen wollen, können Journalisten hassen, das juckt die Journalisten nicht.

    Blogger, die ein alternatives Angebot zum verlumpten Journalismus anbieten wollen, werden zwangsläufig selbst zu Journalisten und können die besseren werden.

    Bloggende Journalisten sind den “Hass”-Bloggern überlegen und hoffentlich bald auch den Lumpenjournalisten.

    Die Welt, trotz ASV, gehört übrigens in meinen Augen ganz sicher zu den besseren Zeitungen in Deutschland.

    Bratwurstjournalismus und Müll findet man fast überall in Deutschland direkt vor der Haustür bei den Regional- und Lokalzeitungen – die anzugreifen, ist ein realistisches und erfolgsversprechendes Ziel.

    Einen schönen Tag wünscht
    Hardy Prothmann

  10. Diese ganze Blogger vs. Journalisten Debatte fällt halt in sich zusammen, wenn man ein vermeintlichen Blogger einlädt, der tatsächlich mit Journalismus seinen Lebensunterhalt verdient und das Redaktionsleben kennt. Da lässt sich auch kein Graben schließen oder großartig was lernen. Und daher halte ich die Auswahl der WELT KOMPAKT, mit Deef, für ungünstig.

    http://bit.ly/diLeFn
    http://bit.ly/bN4aZM

  11. Pingback: talinee bloggt » Blog Archiv » Das Welt Kompakt Blogger-Experiment

  12. Ich finds dreist, dass sich die WELT Kompakt als Zeitung für den Web2.0er ausgibt.
    Ich meine, im Web2.0 hat man die Nachrichten doch sowieso schon gelesen, warum dann noch eine Zeitung?

  13. @Alsternerd, wo steht denn das? Verstehe die WELT Kompakt eher als Zeitung die dem Social Web aufgeschlossener gegenübersteht als andere.

    Als wäre es ein Prädikat, die “Zeitung für den Web 2.0er” zu sein. Pfff…

  14. Danke v.a. für die sehr konstruktive Kritik am Kommunikationsverhalten des Verlags. Eines hat die Aktion der WELTkompakt doch wirklich gezeigt: die Kluft zwischen Bloggern und Journalisten ist in den letzten Jahren nicht kleiner geworden.

  15. Wo ist das denn bitteschön ein “shitstorm”? Ist jetzt schon jede Kritik im Netz ein “shitstorm” und eine schallende Ohrfeige?
    Also bitte, in der Blogosphäre gehören solche Diskussionen doch ganz normal zum Tagesgeschäft.

  16. Ich freu mich auf den Tag. Ob große oder kleine Blogger,ob bei Springer oder in der Kanalisation, es ist ein bisher so noch nie erlebtes Abenteuer.

    Positiv.

  17. An dieser ganzen WELT-Diskussion sieht man, dass hier sehr viele Blog-Anfänger anscheinend zum ersten mal in der deutschen Blogosphäre unterwegs sind? Solche kritischen Auseinandersetzungen sind tägliche Kost deutscher Blogs. Man sieht, dass die WELT-Aktion Leute mit in den Pool gebracht hat, die sonst wahrscheinlich nicht viel mit der deutschen Blog-Community zu tun haben. Deswegen mag ich die deutsche Blogosphäre! Wegen Blggern wie Deef, die Dinge kritisch hinterfragen und sich nicht ‘ganz doll freuen’ wenn sie einen kostenlosen Flug zur Springerpresse bekommen.

    Das passiert wohl, wenn man Wikipedianten und Amazonrezensenten mit Bloggern vermischt. Ich jedenfalls bin froh, dass die deutsche Bloglandschaft noch nicht ihre Zähne verloren hat und auch weiterhin kritisch-einordnend unterwegs ist.

    Ansonsten kann man nur Julius, zwei über mir, zustimmen.

  18. Klar ist eine kritische Hinterfragung der Aktion nötig, da stimme ich Dir voll zu. Ich finde nur der Ton macht die Musik. Wenn Unklarheiten entstehen hilft oft ein konstruktives Gespräch unter den Beteiligten, bevor mal die Sache an die große Glocke hängt, und Hohn und Spott über den Anderen ausgießt. Das entwickelt sich scheinbar zum Trend.

    Anders steht es beispielsweise im aktuellen Fall der Blogschließung des mspr0 bei der FAZ. Seine Schilderung der Dinge ist neutral, sachlich und man hat das Gefühl dass er die ihm zur Vefügung stehenden Mittel ausgeschöpft hat. Vergleiche das mal mit den Beiträgen zurm WELT Kompakt Bohai.

    PS: Musst Du mal googeln, schreibe grad vom G1 aus!

  19. Pingback: Blogger für die Welt Kompakt – Scroll Edition | Das Meinungs-Blog

  20. Wenn die sogenannte Blogosphäre, die es ja angeblich gar nicht gibt, wirklich raus aus der Vorurteilsfalle will, sollte sie nicht in regelmäßigen Abständen jedes noch so bescheuerte Vorurteil bestätigen. Diese Scheißstürme waren vorhersehbar und WELT KOMPAKT hatte jedem 1000 Euro inkl. Chauffeur anbieten können, nichts wäre richtig gewesen.

    Ich bin übrigens auch an Bord, allerdings wie Robert Basic aus der Ferne.

  21. Pingback: Die Welt kompakt gebloggt zum Scrollen

  22. Pingback: Prismablick (4): Social Media Links und News der Woche | 13. Stock Online Relations

  23. Pingback: Papier2.0: Wenn Internet auf Zeitung trifft « Social Media Strategy Lab

  24. Pingback: Journalisten sind auch nur Menschen | boschblog.de

  25. Pingback: Zur Social Media Landschaft in China

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>