Aus der Serie rund um Job & Ausbildungs “Perspektiven“:

Die Firma Goldmann Bedachungen sucht einen Lehrling. Dachdeckermeister Heinrich Goldmann würde gerne im September einen Auszubildenden einstellen. Bisher aber hat er noch keinen passenden Bewerber gefunden. Die Firma Goldmann Bedachungen GmbH ist ein echter Familienbetrieb. Vor genau 100 Jahren hat Heinrich Goldmann Senior den Betrieb in Wulsdorf gegründet. 1999 übernahm dann der heutige Inhaber Heinrich Goldmann Junior die Firma von seinem Vater Albin.
„Bei uns geht es auch sehr familiär zu“, erzählt der Chef. Sieben Gesellen beschäftigt er zurzeit. Dazu kommt jedes Jahr ein Auszubildender. „Es ist mir sehr wichtig, auszubilden“. Denn nur so verfüge die Branche über qualifizierten Nachwuchs. Für das kommende Lehrjahr, das am 1. September beginnt, hat Goldmann noch keinen Lehrling gefunden.
Bewerber sollten über einen möglichst aktuellen Hauptschulabschluss verfügen und gute Noten in Mathematik haben. Dazu ist eine gewisse Sportlichkeit notwendig, denn „es ist körperliche Arbeit, da sollte man schon gut in Form sein“. Schwindelfrei zu sein, sei allerdings keine Grundvoraussetzung: „Das lernt man ziemlich schnell“, weiß Goldmann. Und als Extrabonus für die Arbeit auf den Dächern der Stadt gibt es eine gesunde Gesichtsfarbe. Und eine gute Gesundheit, denn „in all meinen Jahren als Dachdecker war ich kein einziges Mal richtig krank“. Der Beruf sorge für eine gründliche Abhärtung.
Eine Voraussetzung stellt Goldmann noch an die Bewerber: Sie müssen bereit sein, vorher ein zweiwöchiges Praktikum im Betrieb abzuleisten. Damit die Interessenten sich ein Bild von der Arbeit machen können. „Weibliche Auszubildende sind in unserem Beruf extrem selten“, weiß Goldmann. Das liege wohl an der körperlichen Belastung.
Die Ausbildumg zum Dachdecker dauert drei Jahre. Im ersten Lehrjahr erhalten Azubis 393 Euro, im zweiten 544 Euro und im dritten 680 Euro. Bewerbungen nimmt Heinrich Goldmann gerne persönlich entgegen. Die Anschrift lautet: Goldmann Bedachungen GmbH, Ahnthöhe 14 in 27572 Bremerhaven.
Von Till-Oliver Becker, Sonntagsjournal
18. Mai 2007
Aus der Serie rund um Job & Ausbildungs “Perspektiven“:
Marcel Büssmann ist Lehrling zum KFZ-Mechatroniker im dritten Lehrjahr.
Autohaus Schlieben bildet zum KFZ-Mechatroniker und Automobilkaufmann aus. Seit 21 Jahren existiert das Autohaus Schlieben in Lehe bereits. Und seit ebenso langer Zeit bildet der Fordhändler regelmäßig aus. Auch in diesem Jahr sind wieder zwei Lehrstellen zu haben.Jährlich einen Jugendlichen als Automobilkaufmann und einen als KFZ-Mechatroniker auszubilden – für Jochen Schlieben ist das eine Selbstverständlichkeit.
„Ich sehe es als soziale Verantwortung an, im Rahmen meiner Möglichkeiten auszubilden“, erklärt der Geschäftsführer des Autohauses. Allerdings sei das nur ein Aspekt. Denn „der beste Nachwuchs ist der, den man selbst ausgebildet hat“, schaut der Geschäftsmann in die Zukunft.Darum hat Schlieben auch dieses Jahr wieder zwei Lehrstellen zu vergeben. Zum 1. August sollen zwei junge Menschen in der Rickmersstraße in das Berufsleben starten – einer als Automobilkaufmann, einer als KFZ-Mechatroniker.
Dabei sei das Geschlecht der Azubis egal, wie Ausbildungsleiter Heiko Horstmann betont: „Entscheidend ist nur die Qualifikation der Bewerber“.Das Autohaus setzt für einen Azubi zum Automobilkaufmann einen Realschulabschluss und den anschließenden Besuch der Handelsschule voraus. „Natürlich muss unser Lehrling gut Deutsch sprechen können“, verweist Horstmann auf die Kundengespräche. Wichtig sei deshalb auch ein sympathisches und höfliches Auftreten.Auch der angehende Mechatroniker muss seinen Realschulabschluss in der Tasche haben.
„Dabei achten wir auf gute Noten in Mathematik und Physik“. Und auf erste Erfahrungen mit EDV. Denn der Beruf weise immer mehr IT-Merkmale auf. Letztendlich sei aber auch immer noch handwerkliches Geschick notwendig. „Man arbeitet großteils doch noch an den Fahrzeugen selbst und nicht nur am Computer“.Zwingende Voraussetzung für einen Ausbildungsplatz ist auch ein zweiwöchiges Praktikum im Autohaus Schlieben. „Das hilft, Enttäuschungen und Abbrüche zu vermeiden“, weiß der Chef. Denn während des Praktikums könnten sich der angehende Lehrling und der Ausbildungsbetrieb ein Bild voneinander machen.
Wer sich bewerben möchte, kann sich unter verwaltung@schlieben.de an Heiko Horstmann wenden.
Das Autohaus Schlieben im Internet: http://www.schlieben.de/
(tos, Sonntagsjournal)
11. Mai 2007