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Mit SCHiPS in die Ausbildung

Kursus des Schulamts vermittelt Praktika. Für schulpflichtige Jugendliche, die zwar einen Haupt- oder Realschulabschluss erworben haben, trotzdem aber bisher noch in keiner Ausbildung unterkommen konnten, kann der Berufsfeldorientierungskursus „SCHiPS“ ein Schritt in die gewünschte Ausbildung sein. Vitali Hopp (18) hat diesen Weg in Eigeninitiative gewählt – und ist begeistert.

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„Die Ausbildung zum Maler bringt mir wirklich sehr viel Spaß.“ Vitali Hopp (18), Auszubildender zum Maler im ersten Lehrjahr, ist mit seinem Betrieb, der Ausbildung und der Arbeit sichtbar zufrieden. Glücklicherweise ergeht es seinen Chefs, Ralf Schmeelke und Ricky Paqué vom Malereifachbetrieb Briese im Fischereihafen, mit ihrem Auszubildenden genauso. „Vitali wartet nicht, dass man ihm Arbeit gibt oder was erklärt – er fragt einfach nach“, lobt Schmeelke den Einsatz des jungen Manns.

Bis es zu diesem zufriedenstellenden Ausbildungsverhältnis kam, gab es jedoch für Vitali einen weiten Weg zurückzulegen. „Die Schule war nicht wirklich Vitalis Sache“, beschreibt Ulrike Naß, Vitalis Betreuerin im Berufsorientierungskursus „SCHiPS“ (Schülerinnen und Schüler in Praktikum und Schule), vorsichtig die schweren Startbedingungen für den 18-jährigen Deutschrussen. So stand am Ende seines Schulwegs für Vitali auf Grund schlechter schulischer Leistungen anfangs nur ein Abgangs- statt ein Abschlusszeugnis. Da er noch der Schulpflicht unterlag, nutzte Vitali die Chance und holte seinen Hauptschulabschluss im Projekt „Holz“ der Berufsbildenden Schulen nach. Hierbei merkte er schnell, dass Holzarbeiten ihm nicht liegen.

Also meldete er sich auf Eigeninitiative bei Cornelia Zwetsch von der Berufspädagogischen Beratungsstelle. „Davon hatte ich durch Freunde gehört, und ich dachte, ich probier‘ das mal“, erklärt er. Die Beraterin Cornelia Zwetsch vermittelte ihn an den Berufsfeldorientierungskursus „SCHiPS“ des Schulamts Bremerhaven. Dessen Zielsetzung ist es, Jugendliche mit Abschluss in Ausbildung oder Arbeit zu vermitteln. Dies geschieht über den Weg längerfristiger Betriebspraktika im Wunschberuf und begleitender schulischer Aufarbeitung der individuellen Defizite durch das „SCHiPS“-Team. So ergibt sich für die Kursusteilnehmer eine wöchentliche Arbeitszeit von 35 Stunden, wobei ein Tag der Arbeitswoche auf den Schulbetrieb entfällt. Für Vitali der richtige Weg. Dank der Maßnahme und des unterstützenden Einsatzes seiner Betreuerin, Ulrike Naß, konnte er sich durch ein Praktikum für eine Ausbildung in seinem Traumberuf Maler empfehlen.

Infos über „SCHiPS“ gibt es bei bei Cornelia Zwetsch von der Berufspädagogischen Beratungsstelle unter V 04 71 / 80 08 790.

jetzt kommentieren? 27. November 2007

Beim Radio Wünsche erfüllen

Marco von den „MotherFunkers“ als Praktikant bei Bremen Vier – Hinter den Kulissen der Event-Redaktion. Die „On-Air-Lampe“ leuchtet rot auf, als Ansgar Langhorst das Mikrofon im „Bremen Vier“-Studio einschaltet. Wenige Sekunden später läuft der Hinweis für die Weihnachtsaktion „Wunschkalender“ über den Äther. Marco Grühn, Schlagzeuger der Bremerhavener Band „MotherFunkers“, blickt dem Moderator gespannt über die Schulter. Der 19-Jährige schaut für die SJ-Berufsperspektiven einen Tag lang hinter die Kulissen des Senders.

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Weihnachtswünsche, die mit Geld nicht zu erfüllen sind: Das Team des Senders versucht den Hörern das zu ermöglichen, was diese schon immer einmal erleben wollten – der Phantasie sind dabei erst mal keine Grenzen gesetzt. Ob per Postkarte oder übers Internet: Bei Bremen Vier landen zurzeit täglich Hunderte von Wünschen.

Das E-Mail-Postfach quillt schon nach fast einer Woche über. Bereits mehr als 600 Hörer haben Bremen Vier ihren Wunschtraum für die Weihnachts-Überraschungs-Aktion gemailt. Marco lässt sich von Imke Gloyer aus der Wunschkalender-Redaktion Hörerpost zeigen.

Vom 1. bis zum 24. Dezember erfüllt das Vierte von Radio Bremen jeden Tag einen Hörerwunsch. Im vergangenen Jahr durfte eine Hörerin zum Beispiel im Sendesaal in Götterspeise baden. „Viele Leute haben ganz verrückte Wünsche, können sie selbst aber nur schwer in die Tat umsetzen – dafür sind wir da“, erläutert Imke Gloyer. „Die Umsetzung der Wünsche ist viel Arbeit, und es muss einiges organisiert werden, um den Hörern ein unvergessliches Erlebnis zu bereiten“, berichtet sie.

„Einige Wünsche können nicht erfüllt werden“, sagt die Redakteurin. „Viele Vorschläge drehen sich rund um Werder Bremen, zum Beispiel ein Spiel der eigenen Mannschaft gegen die Profis“, verrät die 29-Jährige. „Und einige Leute wollen sich mit Madonna treffen. So etwas können wir leider nicht erfüllen. Dafür konnte eine Hörerin letztes Jahr Herbert Grönemeyer backstage bei seinem Konzert besuchen.“

Bernadette Beckermann aus der Online-Redaktion pflegt die Homepage des Wunschkalenders. Hier werden ab Dezember auch Fotos der erfüllten Wünsche ins Netz gestellt.

Hinter fast jeder Aktion des Senders steckt also ein großer Arbeitsaufwand, der den Tagespraktikanten Marco beeindruckt. „Ich bin total überrascht, wie vielseitig dieser Bereich ist“, sagt er. Der Abiturient interessiert sich stark für das so genannte Eventmanagement.

Gewinnspiele entwickeln
Dafür ist bei Bremen Vier Meike Lohmeyer aus der Event-Redaktion zuständig. Sie betreut auch die Wunschaktion. Ihr Büro liegt zwei Etagen über dem Sendestudio. Sie entwickelt Gewinnspiele, betreut Marketing-Aktivitäten und koordiniert Veranstaltungen, die von Bremen Vier präsentiert werden.

Wie ist sie zu ihrem Job gekommen? „Ich habe schon im Studium als Praktikantin beim Sender gearbeitet. Als ich später eine Zeit lang in Australien beschäftigt war, rief plötzlich die Redaktion an, um mir eine freie Stelle anzubieten“, erinnert sie sich.

„In meinem Job gibt es viele Quereinsteiger. Ein Studium ist aber auf jeden Fall von Vorteil“, berichtet sie. „Dadurch hat man noch mehr Hintergrundwissen.“ Aber auch ihre Ausbildung zur Werbekauffrau hat ihr schon viel geholfen: „So kenne ich mich mit vielen Dingen aus, die die tägliche Arbeit stark erleichtern, beispielsweise bei der Produktion von Werbeartikeln.“

In der Event-Redaktion sind für den Sommer 2008 noch freie Praktikumsstellen zu vergeben. Wer mal Radioluft schnuppern möchte, mindestens sechs Wochen Zeit hat und gut koordinieren und telefonieren kann, hat gute Chancen. Kontakt zu der Event-Redaktion von Bremen Vier: www.radiobremen.de/bremenvier.

jetzt kommentieren? 27. November 2007

Habe mich nie hängenlassen: Marcus Staab Poncet hat seinen Traumberuf: Schauspieler

Für seinen Traumberuf Schauspieler nahm der gebürtige Bremerhavener Marcus Staab Poncet gerne Umwege in Kauf. Nach 26 Jahren kehrte der Wahlberliner für ein Jahr in seine Geburtsstadt zurück. Jetzt ist sein Engagement am Stadttheater Bremerhaven beendet, und er ist wieder zurück bei seiner Familie in Berlin – bis zum nächsten Engagement.

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„Als ich am Theater Heilbronn war, hab ich meine Familie vier Monate am Stück nicht gesehen. Das war mir einfach zu viel. Denn heute weiß ich: Es gibt noch etwas anderes als den Beruf.“

Als Sechsjähriger zog Marcus Staab Poncet mit den Eltern nach Koblenz, wo er auch aufwuchs. Aber in den Ferien ging es nach Bremerhaven zu Tante Irmgard. „Bis ick irgendwann keen Bock mehr hatte“, erzählt er und lacht.

Aber dennoch führte sein Weg noch einmal in die Seestadt – eine Nostalgietour. „Ich habe viele Sachen mit dem Fahrrad abgeklappert und die Stadt neu erlebt. Deich, Schifffahrtsmuseum, Möwengekreische und die alte Wohnung in der Heinrich-Plett-Straße. Ziemlich haarig und heruntergekommen. Der Gang zum Haus, gegenüber das Einkaufszentrum, das mir damals riesig und quirlig vorkam. Ich dachte: Ok., das ist daraus geworden. Arbeitslosigkeit, Geschäfte schließen und stehen leer – Berlin ist einfach lebendiger.“

„In der Schule haben wir die Bücher ‚Tim und Struppi‘ vertont. Es war der Spaß am Ausprobieren. Meine Eltern ließen mir immer viel Freiheit“, erinnert sich der Schauspieler an seine Anfänge. Es folgten Auftritte auf Karnevalsveranstaltungen, Rockiges mit der Schulband und die Theater-AG.

Obwohl die Schauspielerei jetzt fest in seinem Kopf saß, erlernte er bei der Deutschen Bundesbahn – seinem Vater zuliebe – den Beruf des Industriemechanikers. „Die anderen schmiedeten eiserne Schirmständer und Lampen, und ich habe aus feinen Kupferblechen Haarspangen und aus Drähten Skulpturen gebogen und verkauft.“ Im Anschluss kurze Besinnungsphase – dann zog es ihn in die Karibik. „Mit meinem Bruder ging es für viereinhalb Monate nach Jamaika. Die Dinge, die ich dort erlebt habe, haben mich gedanklich auf eine andere Fährte gebracht, einfach den Horizont erweitert.“ Danach folgte das Fachabitur mit Fachrichtung Sozialwesen.

Natürlich gab es auch extreme Phasen, mit Party machen. „Aber ich habe mich nie hängenlassen.“ Mit 17 Jahren hatte er seine eigene Wohnung, absolvierte Führer- und Taxischein und finanzierte mit dem Taxifahren Fachabitur, Wohnung und Leben.

Mit 23 Jahren war es dann soweit. Marcus besuchte mit Freunden ein Vorsprechen. In Stuttgart wurde er angenommen. Nun kam die Zeit des Sprech-, Körper- und Tanzunterrichts – und immer wieder Zwischenprüfungen. „Wenn man die nicht 100-prozentig erfüllte, dann gab es ein Fähnchen. Bei drei Fähnchen flog man von der Schule. Ich musste mich immer und immer wieder behaupten. Es gab auch Durchhänger.“

Aber der Antrieb war stärker. „Mein Weg ist der kreativer Prozess. Herausforderungen habe ich immer angenommen. War die Zeit noch nicht reif, zog ich mich zurück. Dann folgten Phasen der Enttäuschung. Aber manchmal funktioniert es Jahre später plötzlich. Alles hat eben seine Zeit.“

Eine gute Rolle beim Fernsehen sei Glück, denn das Gros der Schauspieler spiele an Stadttheatern oder in irgendwelchen Soaps. Hier mal ein Drehtag oder mit Chance auch mehrere. „Man kann davon leben, aber es kann auch passieren, das eine Zeit lang gar nichts kommt“, weiß der 32-Jährige aus eigener Erfahrung.

Nach dem Engagement in Bremerhaven ging es für ihn ach Zittau. „Für drei Produktionen. Zwischendurch bin ich erst mal arbeitslos, muss schauen, wie ich an einen Job komme. Natürlich denkt man manchmal: Upps, wenn jetzt nicht langsam mal was kommt – wie soll‘s weitergehen?“ Für ihn ein Ansporn.

Der Beruf ist sein Traumjob. „Vielleicht stelle ich noch ein eigenes Theaterprojekt auf die Beine. Ein Zwei-Personen-Stück mit einem Kollegen, Regie führen, und mal schauen, ob wir es in Berlin spielen oder an andere Häuser verkaufen. Oder ein Filmprojekt, allerdings ohne finanziellen Stress.“

Und später, wenn sie älter sind, sieht er sich und seine Frau vielleicht als Betreiber eines kleinen Cafés oder Restaurants in der Provence.

„Die typischen Träume, Auto, Haus und so weiter, habe ich nicht. Ich hab‘ mein Auto sogar verkauft, in Berlin brauche ich es nicht“, berichtet er. „Ich möchte meiner Tochter mitgeben, dass der Mensch im Vordergrund steht und es nicht nach Äußerlichkeiten geht, eben das Individuelle fördern und unterstützen.“

jetzt kommentieren? 20. November 2007

Mit Persönlichkeit überzeugen

Nach welchen Kriterien entscheiden die Chefs wirklich über Ausbildungsplatz oder Festanstellung? Der Personaltrainer und Unternehmensberater Jochen Kiel aus Stubben ist dank seines Berufs ständig in den Entscheidungsetagen vieler Unternehmen präsent. In Seminaren und Workshops lässt er Bewerber von seinem Wissen profitieren.

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„Viele verkaufen sich einfach unter Wert.“ Kiel weiß wovon er spricht, schließlich ist er seit mehreren Jahren beruflich in den Personalabteilungen unterschiedlicher Firmen unterwegs. Dort sammelt er eben diese, für Bewerber so wichtigen Informationen quasi aus erster Hand.

So rät er in seinen Workshops und Seminaren auch nachdrücklich dazu, sich über die eigenen Stärken, das richtige Auftreten und die Präsentation der eigenen Persönlichkeit bewusst zu werden. „Stärken liegen in jedem von uns“, ist er sich sicher, „manchmal muss man sie nur ein bisschen herauskitzeln. Das schafft Sicherheit und letztlich auch eine erhöhte Chance auf Erfolg.“

Kiel rät dazu, sich nicht nur anonym per Anschreiben, sondern gerade auch im persönlichen Gespräch für einen Job oder eine Ausbildung zu empfehlen. Zwei von drei Stellen werden laut Kiel gar nicht erst öffentlich ausgeschrieben. „Von denen erfährt man also nur direkt vor Ort und im persönlichen Gespräch. Diese Chancen muss man nutzen.“

jetzt kommentieren? 20. November 2007

Lesestoff

Ingrid Ute Ehlers, Regina Schäfer: „Bin gut angekommen :)“, Bildung und Wissen Verlag, 223 Seiten

Wer sich heutzutage mit den wichtigsten Anforderungen an Auszubildende auseinander setzt, wird nicht umhinkommen, mit den Schlagworten der „sozialen Kompetenz“ konfrontiert zu werden. Doch was hat es damit eigentlich auf sich, und wie nutze ich diese sozialen Spielregeln für mich? Mit diesen Fragen haben sich die beiden Autorinnen Ingrid Ute Ehlers und Regina Schäfer in ihrem Buch „Bin gut angekommen :)“ genauer auseinander gesetzt. Geschichten aus dem Azubi-Alltag zeigen, was alles so schief gehen kann, und wie man es in Zukunft besser macht. Dazu gibt es interessante Hintergrundinfos, viele praktische Tipps und sogar Schnelltests.

ISBN-Nr.: 978-3-8214-7672-8 <<380_008_2174796_850angekom.jpg>>

 

Ulrike Boldt:
Traumberuf Schauspieler, Henschel Verlag,
203 Seiten

„Traumberuf Schauspieler“ nimmt sich des Kindheitstraums von vielen jungen Menschen an. Doch was, wenn man den Traum, Schauspieler zu werden, auch wirklich wahr werden lassen will? Welche Anforderungen hat der Beruf, wie sehen die Aufnahmeprüfungen an den Schauspielschulen auf? Und was dann? Diese und viele weitere Fragen zum Beruf des professionellen Mimen beantwortet das Buch von Ulrike Boldt. Zudem gibt es ein ausführliches Verzeichnis mit den Adressen von Schauspielschulen, Agenten und anderen wichtigen Institutionen.

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Von Schiffsmanagement und Nautik

Reederei Rass in Bramstedt will ausbilden – Zunächst Praktikanten gesucht. Eine Reederei im Landkreis? Kersten Rass ist seit 2003 Vorsitzender der Reederei Rass, die ihren Sitz in Bramstedt hat. Nun möchte er einen Ausbildungsplatz zum/zur Reedereikaufmann/-frau schaffen. Zunächst möchte er aber Praktika anbieten.

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„Wir sehen langfristig Bedarf an neuen Mitarbeitern“, sagt Kersten Rass, Kopf des sechsköpfigen Familienunternehmens. Außerdem weiß er als Kapitän auf großer Fahrt, dass ein Praktikum direkt auf einem Schiff nicht möglich ist. Deshalb möchte er mit seinem Betrieb Interessierten die Möglichkeit bieten, anderweitig Einblicke in die Schifffahrt zu gewinnen.

„Wer bei uns ein Praktikum macht, wird voll integriert“, versichert er. „Derjenige macht dann nicht nur die Ablage.“ Prinzipiell sei das Praktikum etwas für jeden, der sich für Nautik, Schiffsmanagement oder generell für Schiffe interessiert. Außerdem gehören Büroverwaltung, Bestellwesen und die Beschaffung von Visa zu den Aufgaben einer Reederei.

„Man kann eigentlich überall eine Reederei aufbauen, wo es Telefon und Internet gibt“, sagt Rass. So hat der Betrieb in Bremerhaven keine Schiffe liegen, denn „die sind alle im Mittelmeer oder Fernost“. Aber es bestünde die Möglichkeit, Kollegen im Hafen zu besuchen, um so zu sehen, wie die Arbeit auf dem Schiff aussieht.

Mehr Informationen zur Reederei Rass GmbH & Co KG gibt es unter www.rass-shipping.com.

jetzt kommentieren? 20. November 2007

Dein gutes Recht

„Um zu meiner Ausbildungsstelle zu gelangen, muss ich den Zug nehmen. Wie sieht es jetzt eigentlich mit den Bahnstreiks aus? Gibt es eine gesetzliche Regelung, dass ich die durch die Streiks notwendige Fahrt mit dem eigenen PKW erstattet bekomme?“

Nein, die gibt es nicht. Du musst trotz Streik sicherstellen, dass Du rechtzeitig zur Arbeit erscheinst. Wenn es nicht klappen sollte, rufe schnellstmöglich in Deiner Firma an und erkläre Deinem Ausbilder den Sachverhalt. Falls es zu Unstimmigkeiten kommen sollte, kannst Du ja anbieten, dass Du die Zeit, die Du Dich verspätest, nacharbeiten wirst. Die durch die Fahrt entstandenen Extrakosten bekommst Du nicht erstattet, da Du für die Fahrt zum Betrieb selbst verantwortlich bist.

jetzt kommentieren? 15. November 2007

Die Details aus der “King-Bibel”

Zur Stoßzeit „whoppert“ es hinterm Verkaufstresen wie am Fließband. Da muss jeder Handgriff sitzen. Da darf es keinen Engpass bei den Zutaten geben: weiche Brötchen, Tomaten, Salat, Gurken, Zwiebeln, die richtigen Saucen und natürlich Rindfleisch. Der Grill läuft auf Hochtouren. Klar, dass die Hitze in der Küche einem schon mal zu Kopf steigen kann.

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Stress gehört für das Team bei Burger King zum Alltag. Zwar kommt der Andrang vor dem Verkaufstresen oft auch wellenartig, so dass es zwischendurch mal Verschnaufpausen gibt. Aber im Großen und Ganzen geht es schon recht hektisch zu. „Mit der Zeit bekommt man aber auch Routine“, sagt Restaurantleiter Sinan Kaptirmaz.

Dass es bei Burger King schon früh Aufstiegschancen gibt, dafür ist der 25-Jährige ein gutes Beispiel. „Ich bin seit gut zehn Jahren dabei“, berichtet er. Angefangen hat Sinan Kaptirmaz während der Schulzeit als Hilfskraft. Schließlich begann er die Ausbildung zur Fachkraft für Systemgastronomie. „Die dauert in der Regel drei Jahre“, berichtet er.

Mittlerweile ist Kaptirmaz Restaurant-Manager; hat dafür entsprechende Weiterbildungen absolviert. „Bundesweit“, sagt er. „Aber vor Ort gibt es auch Kurse, zum Beispiel bei der Industrie- und Handelskammer.“

Der 25-Jährige betreut für seinen Chef, der mehrere Burger-King-Restaurants als Lizenznehmer betreibt, die beiden Geschäfte in Langen und im „Real am Flötenkiel“. Ob Personalplanung oder Warenbestellung – Kaptirmaz trägt die Verantwortung dafür, dass die Läden laufen. Doch der anstrengende Job – oft arbeitet er bis in die späten Abendstunden – zahlt sich für ihn aus. „Als Restaurantleiter bin ich auch am

Gewinn der Geschäfte beteiligt.“
Belastbarkeit und Teamfähigkeit wird großgeschrieben. Schließlich muss bei der Burger-Produktion alles ineinandergreifen. Das haben auch die beiden Bandmitglieder der „MotherFunkers“, Bastian „Basti“ Wasgien und Thore Fahrenbach erlebt. Sie haben für die „SJ-Perspektiven“ einen Tag lang bei Burger King im „Real“ mitgeholfen, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Am Ende waren sie ganz schön geschafft. „Wahnsinn, was alles bedacht werden muss“, waren sich die beiden einig.

Detailliert gibt die Burger-Kette ihren Lizenznehmern vor, wie die Produkte auszusehen haben. Ein Blick in die hauseigene „King-Bibel“ zeigt sogar, wie die Burger eingewickelt werden müssen.

Schichtdienst gehört dazu
Zirka 600 Euro im Monat verdienen die Auszubildenden. Schichtdienst gehört wie lange Arbeitszeiten bis zu zehn Stunden dazu. Ab 22 Uhr gibt es 20 Prozent Nachtzuschlag. Im ersten und zweiten Jahr lernen die Azubis alles rund um die Küche, sagt Kaptirmaz. Im dritten Jahr geht es schwerpunktmäßig um Verwaltungstätigkeiten. Wer überdurchschnittliche Leistungen bringt, bekommt vom Führungspersonal Bonuspunkte, die er später gegen Sachprämien wie zum Beispiel DVD-Player eintauschen kann. „Ein zusätzlicher Anreiz, sich zu engagieren“, betont der Restaurantleiter.

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Kochen können muss eine Fachkraft für Systemgastronomie nicht: Die Abläufe sind automatisiert. Das Fleisch bleibt nur so lange im Grill, wie es vorgeschrieben ist. Dann fällt es vom Rost. Leuchten in Ampelfarben zeigen, wann welche Zutat aus den Wärmebehältern genommen werden darf.

Nach Anlaufschwierigkeiten hat Basti von den „MotherFunkers“ den Dreh raus mit den Burgern. Und ein bisschen Abgucken bei den Anderen ist ja absolut ok.

Wer sich für die Ausbildungs- und Karrierewege bei Burger King interessiert, kann sich bei der „Burger Langen GmbH“ (Leher Landstraße 100) schriftlich für ein Praktikum bewerben.

Weitere Infos gibt es im Internet: www.burgerking.de.
www.motherfunkers.de.vu

jetzt kommentieren? 15. November 2007

Lust auf Zukunft: Sich selbst besser kennen lernen

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Eine Woche den Ernstfall proben – Jugendliche üben Einstellungsgespräche und konkretisieren ihre Berufswünsche. Warum möchten Sie als Mädchen eine Ausbildung im Kfz-Bereich absolvieren? Wie kommt es zu den schlechten Zeugniszensuren und zu so vielen Fehlstunden? Kritische Fragen können Jugendliche im Bewerbungsgespräch ganz schön aus der Fassung bringen. Hauptschüler der Bremerhavener Körnerschule lernten jetzt im Wochenseminar „Lust auf Zukunft“, wie sie sich in Bewerbungssituationen besser behaupten können.

Die Jugendherberge Wüstewohlde liegt inmitten unverfälschter Natur. Weit weg von Familie, Freunden und Schule. Das Handy findet kein Netz, und abends ist hier „der Hund begraben“. Diese Abgeschiedenheit ist vom Veranstalter gewollt. Die Aktion ist ein Gemeinschaftsangebot der Bremerhavener Träger Stadtjugendring, der Sozialistischen Jugend Deutschlands (SJD), der „Falken“ und der Bildungsgemeinschaft Arbeit und Leben.

Ohne Ablenkung sollen die Teilnehmer nicht nur ihre Stärken und Schwächen kennen lernen, sondern in Arbeitsgruppen Bewerbungsunterlagen aufbereiten, Bewerbungsgespräche planen und sich am Ende der konkreten Situation stellen. Zum Schluss gibt es ein Zertifikat mit Hauptaugenmerk auf Teamfähigkeit.

Lehrerin Birgit Bünger ist schon zum zweiten Mal in Wüstewolde. „Für unsere Schüler ist dieses Beruforientierungsangebot sehr wichtig, da die Unterstützung vom Elternhaus sehr gering ist. Obwohl sie alle motiviert herauskommen, verfallen die meisten in ihrer alten Umgebung wieder in alte Muster.“

Jessica Günlü (16) und ihre Mitschüler genießen das Seminar außerhalb der Schule. „Hier macht Lernen viel mehr Spaß. Für mich war das Bewerbungsgespräch am wichtigsten. Jetzt weiß ich genau, wie ich auftreten muss. Ich habe meinen Berufswunsch konkretisiert und bin jetzt sicher, dass ich einen Ausbildungsplatz als Gesundheits- und Krankenpflegerin finde.“

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Falls es mit einer Ausbildung nicht gleich klappen sollte, zeigten die Dozenten schulische Alternativen auf.
Auch Tobias Hüncken (17) fühlt sich in seinem Berufswunsch bestärkt. Er möchte medizinisch-technischer Radiologieassistent werden. „Für mich war der Einstellungstest sehr wichtig. Ich habe nicht sehr gut abgeschnitten und weiß jetzt, woran ich noch arbeiten muss.“ Normalerweise fällt ihm das Reden vor anderen Leuten schwer. „Die Teamer sind hier lockerer als die Lehrer in der Schule, und so hat es hier auch mit dem Reden gut geklappt.“

Neslihan Akkuss (17) möchte unbedingt Hotelfachfrau werden. „Ich muss immer in Bewegung sein und brauche einen abwechslungsreichen Beruf.“ Auch sie hat sich in der Seminarwoche mehr Dinge getraut und will sich zukünftig auch in Vorstellungsgesprächen viel selbstbewusster geben. „Ich war lustiger und offener. Außerdem war unser Zusammenhalt hier viel größer.“ Und ihre Klassenkameradin Jessica ergänzt: „In unserer Schule gibt es viele kleine Gruppen und viele Vorurteile. Hier sind wir zum ersten Mal richtig miteinander in Kontakt gekommen. Ich hoffe, dass der Klassenzusammenhalt jetzt so bleibt.“ Tobias entwickelt sich zum Sprachtalent und fasst noch einmal zusammen: „Die Teamer waren uns zunächst fremd. Aber sie haben uns von Anfang an ernst genommen, waren offen, locker und haben uns ganz schön gefordert. Gut inszenierte Bewerbungsgespräche waren für uns neue, ganz reale Situationen. Die Woche hat jeden wirklich weiter gebracht.“

Abschlusspräsentation
Es ist Freitag, 11 Uhr: Die letzte der vier Arbeitsgruppen ist mit dem Bewerbungsgespräch dran. Es findet vor der gesamten Klasse statt. Jeweils zwei Schüler agieren als Personalchefs, stellen kritische Fragen, eine Schülerin ist die Bewerberin, und zwei bewerten als Beobachter Verhalten und Gesprächsführung der Teilnehmer.

Im Aufenthaltsraum wird es still. „Sie behaupten also, dass Sie spontan sind“ zischt die „Personalchefin“. „Dann machen Sie uns doch bitte einmal „den Hampelmann“. Die „Bewerberin“ ist sprachlos, aber unter den Mitschüler wird es unruhig. Später diskutieren sie mit den Teamern über Grenzen in einem Bewerbungsgespräch mit dem Fazit: „Kein Bewerber sollte sich zum Hampelmann machen.“

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Dein gutes Recht!

“Ich wurde jetzt in eine andere Filiale versetzt. Während mein eigentlicher Ausbildungsbetrieb nur einen Kilometer von meinem Wohnort entfernt ist, liegt der neue gleich 15 Kilometer weg. Steht mir da nicht Kilometergeld zu?”

Grundsätzlich musst du die Fahrtkosten zu deinem im Ausbildungsvertrag festgeschriebenen Ausbildungsbetrieb selbst übernehmen. Ist der Betrieb aber nicht im Ausbildungsvertrag festgeschrieben, muss dir die Firma die Mehrkosten erstatten. Aber natürlich gilt: Suche erst einmal das ruhige Gespräch mit deinem Ausbilder, und weise ihn auf Deine Problematik hin. Oft lassen sich die Probleme auch ohne das Pochen auf „Rechte“ regeln.

jetzt kommentieren? 01. November 2007

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